Wie Seeburg die Jukebox-Technik revolutionierte

Jukeboxen der Marke Seeburg nahmen über viele Jahrzehnte eine weltweite Spitzenposition im Musikbox-Markt ein. Mit zahlreichen innovativen Jukeboxen wie der Seeburg V200, der Seeburg VL 200, der Select-O-Matic 100 oder den Modellen Seeburg R und Seeburg G war der Jukebox-Hersteller höchst erfolgreich. Noch heute sind Musikboxen von Seeburg bei Sammlern und Musikfreunden heiß begehrt.

Seeburg steht für höchste Musikbox-Qualität

Denn der Name Seeburg steht für höchste Qualität, Top-Design und ist zudem mit vielen technischen Neuerungen verbunden. So revolutionierte Seeburg, 1902 vom schwedischen Auswanderer Justus R. Sjøberg in Chicago gegründet, gleich mehrfach die Jukebox-Technik. Mit den Musikbox-Modellen Seeburg V200, der Seeburg VL 200, der Select-O-Matic 100 sowie Seeburg R und Seeburg G setzte das US-Unternehmen schließlich auch ästhetische Akzente.

Bevor Seeburg aber Jukeboxen herstellte, konzentrierte sich das Unternehmen in seinen Anfangsjahren zunächst auf den Bau selbstspielender elektrischer Pianos, darunter das vollautomatische Seeburg „Orchestrion“ von 1910. In den Folgejahren erweiterte Sjøberg, der sich schon kurz nach seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten nur noch Seeburg nannte, die Produktpalette um weitere Pianos sowie Orgeln und eine Reihe von Münzautomaten, bis er 1934 die erste Jukebox herstellte: Die Seeburg Wilcox war eine Musikbox mit zehn Wahlmöglichkeiten – und stand den Jukebox-Konkurrenzmodellen von Wurlitzer in nichts nach.

Im Gegenteil. In den folgenden Jahren machte Seeburg immer wieder mit revolutionären Jukeboxen von sich reden, verbesserte laufend die Musikbox-Technik und sorgte vor allem auch dafür, die Zahl der Titelwahlmöglichkeiten zu erhöhen. Völlig zurecht wird Seeburg daher in einem Atemzug mit den großen Jukebox-Konkurrenten Wurlitzer, Rock-Ola und AMI genannt. Die Seeburg-Gegenspieler wurden gemeinsam mit Seeburg selbst ehrfürchtig „Big Four“ der Jukebox-Hersteller genannt.

Seeburg V200, VL 200 – Jukebox-Sensationen der 50er-Jahre
Seeburg verdiente sich seinen ausgezeichneten Ruf unter den Musikbox-Produzenten beispielsweise mit der Seeburg M100A von 1948, die beidseitig 50 Schellackplatten abspielen konnte und es somit auf 100 Titelwahlmöglichkeiten brachte. Eine Revolution in der Jukebox-Branche, denn vor der Seeburg M100A gab es keine Musikbox mit einer derart großen Titelauswahl. Und Seeburg legte nach. 1952 brachte Seeburg mit dem Modell M100B die erste Jukebox zum Abspielen von Vinyl-Singles auf den Markt. Damit gelang es Seeburg, innerhalb weniger Jahre gleich zwei technisch revolutionäre Jukebox-Modelle zu entwickeln. Das brachte Musikboxen von Seeburg einen hervorragenden Ruf ein. Was Jukeboxen angeht, galt die Marke Seeburg in der Nachkriegszeit über viele Jahre als technisch führend.

Sein exzellentes Renomme untermauerte Seeburg mit weiteren sensationellen Musikbox-Modellen wie den bereits genannten Jukeboxen Seeburg V200, Seeburg VL 200, Select-O-Matic 100 sowie Seeburg R und Seeburg G und einer Reihe weiterer Geräte. Noch heute sind diese Musikboxen sehr begehrt.

Das gilt ganz besonders für die Seeburg V200. Die Jukebox bietet 200 Titelwahlmöglichkeiten, damals das Maß der Dinge und absolute Musikbox-Luxuskasse. Doch es gab eine Reihe weiterer guter Gründe, warum die Seeburg V 200 den Jukebox-Markt kräftig aufmischte. Die V200 bietet...

  • einen gigantischen gewölbten Glasdome, durch den der Plattenwechsler perfekt sichtbar ist
  • eine drehende Titelkartenwalze
  • sanfte Hintergrundbeleuchtung und beleuchtete Seeburg-Schriftzüge
  • eine Vielzahl von Chromverzierungen, insbesondere...
  • bunt beleuchtete Chromstangen vor dem Lautsprechergrill, die an massive Kuhfänger an der Front von Autos erinnern

Der sensationelle Style der Jukebox plus die innovative Seeburg-Technik mit sagenhaften 200 Titelwahlmöglichkeiten machte die Seeburg V200 vom Start weg zu einem begehrten Musikbox-Klassiker. Und das ist sie bis heute geblieben.

Natürlich steht die Seeburg V200 in unserem großen Showroom für Sie bereit. Flanke an Flanke mit einer weiteren Jukebox-Legende von Seeburg: der Seeburg VL200. Wie beim Seeburg-Schwestermodell V200 bietet auch die VL200 einen nach oben aufklappbaren, gewölbten XXL-Glasdome, der den Blick auf den Wechsler freigibt. Weiteres Markenzeichen sind die protzigen Chromstangen vor dem Lautsprechergrill, scherzhaft Towel Bars, Handtuchhalter, genannt. Wie die Seeburg V200 verfügt auch die Seeburg VL200 über eine rotierende Titelkartenwalze, dezentes Lichtspiel und die Auswahl zwischen 200 Musiktiteln. Denn die wuchtigen Gehäuse der V200 und VL200 fassen 100 Vinyl-Schallplatten, die die Jukeboxen beidseitig abspielen. Weitere Besonderheit der V200 beziehungsweise VL200: Mittels einer so genannten Toroid-Matrix, kurz Tormat genannt, sorgte Seeburg dafür, dass die Titelwahlen der Jukebox elektromagnetisch gespeichert wurden – ein absolutes Novum in der Musikbox-Geschichte.

Angesichts solcher technischer Innovationen und der vielen optischen Finessen ist es keine Überraschung, dass sich die beiden Jukebox-Klassiker von Seeburg zwischen 1955 und 1957 mehr als 24500-mal verkauften. Damit nahm Seeburg eine Spitzenposition im Musikbox-Markt ein.

Seeburg Select-O-Matic 100: Die Jukebox für Rock’n’Roller

Sowohl technisch als auch vom Style her lag Seeburg bereits einige Jahre früher mit der Seeburg Select-O-Matic 100 ganz weit vorn. Wie der Name erahnen lässt, bot das Seeburg-Modell 100 Titelwahlen, für die Zeit um 1950 eine Sensation. Denn die Technik der Select-O-Matic erlaubte es, Schellackplatten beidseitig mit 78 Umdrehungen pro Minute abzuspielen und verdoppelte so auf einen Schlag die bis dahin übliche Songauswahl – ein wichtiges Kaufargument für die Aufsteller von Jukeboxen. Folglich wurde das Seeburg-Modell schnell zu einem der Topseller der frühen 1950er.

Doch die Seeburg Select-O-Matic 100 war noch aus einem weiteren Grund ein absoluter Meilenstein: Sie bot im Vergleich zu ihren Jukebox-Zeitgenossen einen ungewöhnlich satten und klaren Sound. Darum sehen viele Musikexperten in der Seeburg-Jukebox gar einen wichtigen Wegbereiter des damals noch jungen Rock’n’Roll, der aus der Select-O-Matic außergewöhnlich kraftvoll und frisch klang.

Entsprechend modern präsentierte sich das Seeburg-Modell auch optisch. Markenzeichen der Select-O-Matic:

  • kantiges, herrlich kompaktes Gehäuse
  • elegant eingefasster Lautsprechergrill
  • sichtbare Abspielautomatik unter dem sanft abgerundeten Glasdome, der allerdings noch nicht die Dimensionen späterer Jukeboxen wie der Seeburg V200 beziehungsweise der Seeburg VL200 hatte

 Seeburg Modell G und Modell R: Musikbox-Legenden auf Vinyl

Deutlich größer fällt der Glasdome dagegen bei der Seeburg Modell R von 1954 aus. Die Musikbox ist ein klassischer Vertreter des Silver Age mit viel Chrom und Glas. Die wichtigsten Features der Seeburg Modell R im Überblick:

  • 100 Titelwahlmöglichkeiten auf 45er-Singles
  • großer, gewölbter Glasdome mit viel Licht
  • sichtbarer Plattenwechsler
  • zweifarbiges Gehäuse in komplett neuem Design und seitlichen Lautsprechern  
  • Moderner, dezent beleuchteter Lautsprechergrill mit viel Chrom und Glas im so genannten Wasserfall-Design

Insbesondere der Einsatz von viel Chrom und Glas macht den Aufbruch von Seeburg in ein neues Design-Zeitalter deutlich sichtbar. Die Jukebox Seeburg Modell R macht optisch unverkennbare Anleihen bei der Automobilindustrie. Speziell die extragroße Glaskuppel verweist auf den Style der Straßenkreuzer, die damals auf den Straßen der Staaten unterwegs waren.

Anders dagegen das Modell G von Seeburg. Wie die Seeburg Modell R bietet das Modell G 100 Titelwahlmöglichkeiten auf 45er-Singles. Der Seeburg-Klassiker von 1953 steht jedoch optisch noch am Anfang des gerade beginnenden Silver Age. Hier die Ausstattung der Jukebox:

  • 100 Titelwahlmöglichkeiten auf 45er-Singles
  • großer, gewölbter Glasdome mit verspiegelter Rückwand und feiner Lichtdiffusion
  • sichtbarer Plattenwechsler
  • helles Gehäuse mit glänzenden Edelstahl-Pilastern
  • im Vergleich zum Seeburg Modell R dezenter Einsatz von Chrom
  • eleganter Lautsprechergrill mit goldener Hintergrundbespannung

In unserem Showroom finden Sie viele weitere Jukebox-Klassiker von Seeburg, darunter das Modell J, das fast zeitgleich zur Seeburg VL200 als kostengünstige Alternative auf den Markt kam. Oder die zylinderförmige Seeburg Trashcan aus den späten 1940er-Jahren sowie das unverwechselbare Seeburg Modell C mit ihren charakteristischen, drehenden Farbzylindern hinter Kunststoff-Pilastern und verspiegelten Glasröhren im Lautsprechergrill. Und nicht zu vergessen das protzig-schöne Seeburg Modell W mit ihrem Gehäuse im typischen Zebra-Wood-Look und einem mächtigen Glasdome, der auf ebenso mächtigen beleuchteten Pilastern zu thronen scheint. 

Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer edler Jukeboxen, die Seeburg in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren hergestellt hat. Sie stehen gleich neben den genannten großen Jukebox-Highlights von Seeburg: der Seeburg V200 und der VL200, der Select-O-Matic 100 und den herausragenden Modellen Seeburg R und Seeburg G.

Die Jukeboxen von Seeburg vom Model A über G,W,J,R der V,VL bis zum AY Model sind selbstverständlich alle bei Paul’s 50’s erhältlich.

 

 

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Jukeboxen Seeburg
Minimal Price: 3900.00