AMI: Der Jukebox-Pionier, der Geschichte schrieb

AMI hat mit seinen Jukeboxen Geschichte geschrieben und steuerte speziell im Silver Age eine Reihe sehr prominenter Musikbox-Modelle bei.  Darunter sind bekannte Jukeboxen wie die AMI I, die AMI H, die AMI Continental 1 und Continental 2, die AMI K, die AMI J... Die Liste der Jukebox-Topseller von AMI ließe sich mühelos lange fortsetzen. Denn das Design der Musikboxen von AMI prägte das Silver Age der Jukebox ganz entscheidend.

Wie AMI in die Jukebox-Produktion einstieg

Die Keimzelle der Firma AMIAutomatic Music Instruments – liegt in Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan. Die Gründung von AMI datiert aus dem Jahr 1909, lange bevor es die ersten Jukeboxen gab. Zunächst stellte AMI dem Firmennamen entsprechend automatische und münzbetätigte Musikinstrumente her. Die AMI-Company entstand erst 1925 durch die Fusion zweier Rowe-Firmen, die selbstspielende Pianos baute und sich um die Vermietung der Pianos kümmerte.

Das änderte sich 1927, dem Jahr, in dem AMI seine erste Jukebox produzierte. Die Musikbox war technisch so ausgerüstet, dass sie zehn Schelllackplatten beidseitig abspielte. Schnell hatte AMI das riesige Potential der Jukebox erkannt und sah sie schon in den späten 1920ern als eine Art musikalischen Nachfolger des Pianos in Diners und Tanzlokalen. Dennoch lief die Jukebox-Produktion bei AMI zunächst eher schleppend. Das lag vor allem daran, dass AMI Musikboxen bis etwa Mitte der 1930er-Jahre nur selbst vermietete statt sie auch an die Aufsteller zu verkaufen.

Mit dem Strategiewechsel hin zum Jukebox-Verkauf hatte AMI schließlich mehr Erfolg – und stieg rasch zu einem der bedeutendsten und renommiertesten Musikbox-Produzenten der Welt auf. Insbesondere in der Nachkriegszeit und in den 1950er-Jahren gab AMI in der Jukebox-Branche zusammen mit Wurlitzer, Rock-Ola und Seeburg den Ton an und gehörte damit zum Kreis der „Big Four“, der vier wichtigsten Musikbox-Produzenten der Welt.

Jukeboxen mit Weltruhm: AMI I, AMI H, AMI Continental

 Diese herausragende Position im Jukebox-Markt und ihren Ruhm verdankt AMI einer ganzen Reihe großer Musikbox-Modelle, wie zum Beispiel der AMI I, der AMI H, den AMI Continental-Modellen, insbesondere der Continental 2 sowie einer ganzen Reihe weiterer Jukeboxen wie der AMI K oder der AMI J.

Der Durchbruch gelang AMI 1946 mit dem Modell A, der „Mother of Plastic“ genannten Jukebox. Das Art-Déco-inspirierte Schmuckstück mit abgerundeten Ecken und verschlungenen Kunststoffverzierungen markiert den Aufstieg von AMI zu einem der ganz großen Player im Musikbox-Geschäft. Noch deutlich größere Bedeutung erarbeitete sich AMI im Silver Age der Jukebox wenige Jahre später.

Eine entscheidende Rolle für den Mythos von AMI spielt das Modell I. Die AMI I 200 von 1958 bringt alle nötigen Zutaten mit, den eine Jukebox brauchte, um im Silver Age der 1950er zum absoluten Klassiker zu werden:

  • viel Chrom und Glas
  • ein riesiger, gewölbter Glasdome mit Beleuchtung
  • freier Blick auf die Abspielautomatik
  • 200 Titelwahlmöglichkeiten auf 100 Vinyl-Singles

Das machte die AMI I 200 zu einem unverwechselbaren und sehr begehrten Rock’n’Roll-Turm, der in Hunderten Diners und Tanztreffs in ganz Amerika röhrte. Besucher können sich die Jukebox-Legende aus dem Silver Age in unserem Showroom ansehen und anhören – und dabei auch gleich einen Blick auf die glänzenden Geschwister der AMI I werfen.

Zum Beispiel auf die AMI H von 1957. Die AMI H bietet je nach Ausführung 100 oder 120 Titelwahlmöglichkeiten und – wie die AMI I – einen unfassbaren Style der 50er-Jahre aus Chrom und Glas. Herausragend ist der extragroße, gewölbte Glasdome, der die Optik der Jukebox dominiert und tiefe Einblicke in die Abspielautomatik gewährt. Die Rückwand der Panorama-Glasfront bilden die Titelkarten. Zweiter Eye-Catcher neben dem Glasdome: Vor dem Lautsprechergrill der AMI H verbreitet ein beleuchteter Chrom-Lichtdiffuser sehr stilecht 50er-Jahre-Atmosphäre.

Neben den Musikbox-Modellen AMI I und AMI H sticht das Design einer weiteren Jukebox von AMI hervor: der sensationelle Style der AMI Continental aus den frühen 1960er-Jahren. Die Musikbox ist berühmt für ihr ungewöhnlich spaciges Outfit, das das Apollo-Raumfahrtprogramm der USA optisch vorwegnimmt – rund acht Jahre vor der ersten Mondlandung im Juli 1969 während der Apollo 11-Mission.

Sowohl AMI Continental 1 als auch die Nachfolge-Jukebox, die Continental 2, sind mit einem glockenförmigen Glasdome über der perfekt einsehbaren Abspielautomatik ausgerüstet, der an den gläsernen Helm eines Astronauten erinnert. Weitere Gemeinsamkeit der beiden AMI-Modelle ist der aufgesetzte halbrunde Titelkartenhalter in Form eines Radarschirms.

Im Detail bietet die AMI Continental 1 folgende Kern-Features:

  • beleuchtete Glaskuppel in Form einer Halbkugel, die sich über dem sichtbaren Plattenwechsler wölbt
  • großer, verchromter Stern auf dem Lautsprechergrill
  • dezente Lichtdiffusion im Lautsprecherbereich
  • je nach konkretem Jukebox-Modell mit bis zu 200 Titelwahlmöglichkeiten auf 45er-Singles
  • futuristisches Weltraumdesign wie aus einem Science-Fiction-Film

Die Jukebox AMI Continental 2 ist ihrem Vorgängermodell optisch sehr ähnlich. Typisch für die Continental 2 ist neben dem schon angesprochenen Space-Design, dass sich die Musikbox im Abspielmodus in diffuses rotes Licht hüllt und passend dazu mit roten Plastikabdeckungen verziert ist. Die AMI Continental 2 gibt es je nach Ausführung mit 100, 120 oder 200 Titelwahlmöglichkeiten auf 45er-Vinyl-Singles.

Zudem bietet die AMI Continental 2 zwei Sound-Innovationen: Bis auf das Modell mit 100 Selections ist die Continental 2 mit einem Stereoverstärker ausgerüstet. Darüber hinaus strahlen Mittel- und Hochtöner zu den Seiten der Musikbox ab, was den Eindruck einer besonders breiten Stereobasis vermittelt. AMI nannte die Erfindung „Stereo Round“-System.

AMI K und AMI J: Topseller aus dem Musikbox-„Silver Age“

Natürlich stehen eine Reihe von AMI Continental Jukeboxen in unserem großen Showroom bereit. Das gilt für eine ganze Riege weiterer sehr interessanter Jukeboxen von AMI aus den 1950er- und frühen 1960er-Jahren.

Dazu zählt beispielsweise die AMI K von 1960. Die schnörkellose Musikbox kommt im „Clean Line“-Gehäuse im Stil der 1960er-Jahre – und natürlich mit hintergrundbeleuchtetem Panorama-Glasdome, unter dem ein Plattenwechsler für 200 Titelwahlmöglichkeiten gut sichtbar seinen Dienste verrichtet. Die Songs sind je nach Ausführung per Wahlrad oder beleuchtete Wahltasten ansteuerbar. Und auch bei dieser Jukebox spart AMI nicht mit Chrom: Der Lautsprechergrill ist optisch mit drei vertikalen Chromstangen aufgewertet, das Gehäuse wird von glänzenden Chromleisten eingefasst und gibt dem AMI Modell K seine klare Kontur, die besagte „Clean Line“.

All das macht die AMI K zu einer charakteristischen Jukebox ihrer Zeit. Einzigartig wird sie durch die Konsequenz, mit der die zeittypischen Stilmittel wie Chrom und Glas zum Einsatz kommen. Die AMI K treibt das Silver Age so gewissermaßen auf die Spitze, ohne dabei allerdings zu übertreiben. Die Jukebox wirkt harmonisch, jedes Detail passt perfekt. Ein Meisterwerk, das zu den begehrtesten Modellen des Silver Age und aus der Produktion von AMI zählt.

Ähnlich gelungen wie die AMI K ist auch die AMI J. AMI hat die Jukebox in verschiedenen Ausführungen mit 100, 120 und 200 Titelwahlmöglichkeiten produziert. All diese Modell-Varianten bieten folgende Ausstattungsmerkmale:

  • schwarz lackiertes Clean Line-Gehäuse, das von Chromzierleisten eingefasst ist
  • hintergrundbeleuchteter Panorama-Glasdome mit sichtbarem Plattenwechsler
  • beleuchtete Wahltasten
  • Lautsprechergrill mit Lichtdiffuser und fünf aufgesetzten vertikale Chromstangen

 

Für die AMI J von 1958 gilt ähnlich wie für das Modell AMI K: viel mehr 1950er und Silver Age in einer Jukebox unterzubringen geht nicht. Beide Musikboxen verfügen optisch über alle klassischen Attribute ihrer Zeit, machten sie zu Topsellern, die noch immer sehr begehrt sind. Dieses große Interesse von Sammlern und Musikfreunden haben Jukeboxen wie die AMI K und die AMI J mit den bereits genannten Musikboxen wie AMI I, AMI H und den beiden AMI Continental-Modellen gemeinsam.

Alle Jukeboxen stehen in unserem Showroom für Sie bereit. Darunter sind weitere AMI-Klassiker wie die AMI Modell Lyric, die der AMI Continental ähnelt, aber dank modifiziertem Titelkartenhalter und anders konzipiertem Glasdome ganz eigene optische Qualitäten hat. Oder die bernsteinfarben schimmernde AMI D mit gebogener Plexiglasscheibe und dunklem Holzgehäuse.

Wie schon erwähnt: Die Liste der Jukebox-Prachtstücke von AMI ist lang. Die vielen AMI-Topseller und andere Ami Modelle, sind über Paul’s 50’s erhältlich.

1962 wurde der Betrieb von „ROWE AC Services“, einer Abteilung der „Automatic Canteen Company Of America“ übernommen und der Name „Rowe AMI“ eingeführt.

 

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